Archive for June, 2006

verdreht

Wednesday, June 21st, 2006

Freunde zu Gast auf der Welt

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Streifenlichttopometrie

Monday, June 19th, 2006

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Auf der OT-Messe in Leipzig hatte ich die Gelegenheit mir die Streifenlichttopometrie am Stand der Fh-Giessen zeigen zu lassen.

Bei der SLT werden nummerierte, gerade Lichtstreifen aus 2 Projektoren auf die Oberfläche projiziert. Drei Kameras nehmen den gestreiften Körper und speichern gleichzeitig die RGB-Farbwerte ab. Die Krümmungen der Linien an der Körperoberfläche ist ein Maß für die Tiefe, so ist eine dreidimensionale Messung aus dem Bild möglich. Jedem Messpunkt können dann 6 Werte zugeordnet werden (x, y, z, r, g, b). (In meinem hübschen Beispiel fehlt die Farbinformation, war gar nicht so blau).
Die Messung ist sehr schnell (30000 Mess-Punkte/sec.), und die Auflösung lässt sich so hoch einstellen, dass z.b. die Hautstruktur am Finger dargestellt werde kann.

Die SLT wird in der Spurensicherung, pathologischen Dokumentation, zur Untersuchung von Tatabläufen, zur Wunddokumentation und als Formkontrolle in der Industrie eingesetzt.

An der Fh-Giessen wird im OT-Studiengang gerade eine Diplomarbeit über die Rekonstruktion von Tatabläufen mit Hilfe der SLT geschrieben. Außderdem wurde das Messverfahren genutzt, um einen dreidimensionalen Abdruck des Patientenstumpfes zu nehmen und mit Hilfe von Rapid Prototyping ein Modell zu erstellen. Diese Anwendung rechnet sich jedoch auf Grund der Materialkosten des Rapid Prototyping nicht.
Wir werden also vorläufig weiterhinn, Modelle ausfräsen oder mit Gips gießen.


3D-Rekonstruktion in Forensik und Kriminaltechnik

Mord oder Selbstmord?

Bilderrätsel

Thursday, June 15th, 2006

Was ist das?

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herzlichen Glückwunsch an spocket, bin begeistert!
Genauer kann ichs auch nicht beschreiben.

WM – Betrachtung

Saturday, June 10th, 2006

Wir sind Papst.
Du bist Deutschland.
Die Wade der Nation ist Ballack.
Der Papst ist Wade.
Der Kaiser ist Fußball.
Fußball ist Deutschland.
Du bist Fußball…..seit Freitag bin ich es auch.

Freitagmittag, in der Arbeit:
Wir haben eine Fernseher und die Genehmigung ihn zu benützen, in der Ganzen Firma gibt es keine Antennensteckdose. Sicher hinter irgendeinem Schrank verbaut. Oder gibt es wirklich Gebäude in denen so etwas nicht vor kommt? Bis heute standen alle bis auf Yakup dem Thema “WM” sehr uninteressiert gegenüber, doch seit Heute Morgen ist die Stimmung umgeschwankt. Yakup hat Urlaub. Wir haben Angst, dass heute im Eröffnungsspiel etwas passiert, was Geschichte schreiben könnte. Dann fragen uns unsere Kinder eines Tages, wo wir eigentlich waren, am 09.06.06 als die WM in München unserer Heimatstadt eröffnet wurde. Und wir sagen: mei, ich hab weng länger gearbeitet und am meine Bügelwäsche erledigt” – das geht einfach nicht. Für meine ungeborenen Kinder gehe ich also ins Elektrogeschäft um zu erfahren, dass ich für 24,90 eine Zimmerantenne kaufen kann, auf die Frage ob ich denn damit in München auch was empfangen kann schaut er mich kurz an und meint dann, nein das geht nun schon länger nicht mehr dafür bräuchte ich die DVBT-Lösung. Die 100€ sind dann doch eine zu große Investition, und nach einer kurzen Umfrage kommt heraus, das wir eh nur drei Leute sind, die an diesem sonnigen Freitag bis um 18:00 übrig bleiben müssen. Miriam wird nach Ladenschluss zum ungestörten Einkaufen in den leeren Baumarkt aufbrechen, bleiben der Jens und ich.

Wir beschließen, und nach der Arbeit einen gemütlichen Biergarten/Kaffee/Kneipen-Platz mit Übertragung zu suchen, und schließen die größeren Lokalitäten aus, da wir erst nach Anpfiff los können und man aus dem Olympiapark schon die Meldung über geschlossene Eingänge hört. Jens sagt er möchte nicht in die Stadt, dort kocht es sicher über, und er hat keine Lust jetzt noch von wildfremden Menschen umher geschubst zu werden. Ich auch nicht. Wir werden es mit der Eiskaffee- Terrasse drei Häuser weiter versuchen die haben einen Fernseher gemütliche Sitzplätze, und so ein Eiskaffee wär auch noch drin, hoffentlich bekommen wir einen Sitzplatz mit TV-Blick.

18:07 Im Portofino sitzen ca. 6 Leute dem Bildschirm zugewandt wir bekommen zwei gute Plätze, ich setzt meine Brille auf, und es scheint so als stünde dort ein 1:0 für Deutschland. Heißt das, dass ein Tor gefallen ist, und in ganz Pasing hat man davon nichts gehört? Der Man mit Deutschlandmütze am Nebentisch betätigt unsere ungläubigen Vermutungen. Als ich gerade eine Auswahl aus der Karte getroffen habe, landet Klose den zweiten Treffer, die Fangemeinde am Nebentisch mach “ui“. Wir schauen uns an. Also wenn Fußballkucken, – dann richtig oder? Wo sind die Fan-Gesänge, Tröten, Fahnen, blöde Kommentare. Jens: “fahren wir doch in die Stadt?” ich: “na los”.

Die S-Bahnen sind leer, auf dem Marienplatz ist fast nichts los, es gibt auch keine Leinwand. Beim Kaufhof stehen Fernseher im Schaufenster, dort tummeln sich die Leute, einer verteilt Trillerpfeifen zum umhängen, Jens sichert sich gleich mal ein paar. Aber so vor dem Schaufenster rumlunger ist auch langweilig. Wir sind enttäuscht, da redet alles von der WM und dann gehts los, und wir finden keine Plätzchen wo das Zuschauen Spaß macht. Wir überlegen die Fußgängerzone herunter zu wandern, vielleicht findet sich ja dort etwas. Inzwischen ist Halbzeit, als wir zum Domplatz einschwenken haben wir die Fans endlich gefunden. In den Restaurants und Kneipen um den Dom, da sitzen sie alle, wir fragen beim Italiener ob er noch zwei Plätze oder Stühle zum dazustellen hat, aber der ist bis auf den Letzen Platz voll, sagt er. :-(

Da die Rettung, beim Kilians stehen draußen zwei Fernseher, und wir sehen freie Stühle. Wir lassen uns bestätigen dass die wirklich frei sind, und stellen sie unter einen Schirm 4 m vom TV entfernt vor uns sitzen ein Paar Fans mit Fanausrüstung, hinter uns auch. Wir bestellen uns was zum trinken, vor und hinter uns wird getrötet manchmal gesungen und der Spielverlauf mit erschrecktem Aufschreien und Anfeuern kommentiert. So muss das sein.

Wir haben es geschafft, wir sind Fußball.

beendete Bauarbeiten

Sunday, June 4th, 2006

Wahrscheinlich auch als Nebenprodukt der Fußball-WM oder wie da auch immer der offizielle Name ist, wurde die Münchner U-Bahn Haltestelle Marienplatz umgebaut.

Dort verläuft jetzt parallel zum eigentlichen Bahnsteig ein breiter Tunnel, locker abgetrennt durch ein paar Säulen, Spiegelflächen, und futuristischen Sitzgelegenheiten. Dieser Extragang soll offensichtlich den ankommenden und abgehenden Menschenmassen Platz bieten so dass am eigentlichen Bahnsteig (= Gefahrenzone) wirklich nur noch Leute verkehren die aktuell aus- bzw. einsteigen.

Sicherheitstechnisch ist das wirklich gut durchdacht, wenn man daran denk, wie man sich so manchen Samstag durch dahinwogende Fan-Massen kämpfen musste, und der Bahnschutz versuchte, auf einem Mauervorsprung stehend, die Massen mit einem Megafon von der Bahnsteigkante zurückzuhalten. Vielleicht kann man so auch die Fans der zwei verschiedenen Mannschaften auf zwei Bereiche aufteilen, so dass diese nicht so räumlich beengt zusammentreffen. Könnte doch der, der da schon seit Wochen am Schilderdrucker sitzt um “zum Stadion”-Hinweisschilder zu produzieren, auch gleich Wegweiser in Vereinsfarben herstellen.

Nein dieser Tunnel ist schon eine gute Sache. das blau-gelbe Fliesendesign des Bahnhofs wurde hier konsequent weitergeführt, so dass er sich hübsch ins Gesamtdesign integriert. Für Regelmäßige Marienplatz-U-Bahn-Fahrer ist es nur etwas befremdlich wenn man den Gang der einen von S zu U führt entlang geht und dann überraschend im rechtwinkeligem Schachtsystem ein, schräger mit Spiegelelementen versehener, zum eigentlichen Bahnsteig halbdurchlässiger, Gang abgeht. Da wo früher nichts als Wand war.

Freu mich schon auf angetrunkene Fußballfans aus aller Welt die gegen die Spiegel bollern oder sich fragen wer das ist, der sie da anstarrt und so fertig ausschaut mit der verlaufenen Schminke im Gesicht. Wenn sie dann Platz auf einer der neuen Sitzbänke gefunden haben und an deren Spitz zulaufenden Enden langsam hinunter gleiten, denk ich mir dass die Idee wirklich gut war, die Gestaltung einzelener Elemente jedoch nicht ganz auf die Bedürfnisse der Zielgruppe zugeschnitten ist.

Eine Besichtigung lohnt sich auf jeden Fall. Werd da mal mit meiner neuen Hose vorbeigehen, dann Daheim gibts nur einen kleinen Spiegel und keine Gelegenheit mein Gesamtbild zu checken.