Archive for March, 2006

Fehlerchronik

Tuesday, March 28th, 2006

Habe heute meinen zweiten Urlaubstag, und ich kann nur sagen ich genieße es sehr. Trotzdem muss ich mal wieder etwas über die Arbeit schreiben.

Im Dezember 03 haben wir zur Kundenbindung, und um die Serienbrieffunktion unseres Programms zu testen Weihnachtsbriefe an Kunden und Ärzte geschrieben. Mein Chef hat den Text gemacht, Miriam hat alles ausgedruckt und wir mussten an einem langen Abend jeder auf jedem Brief handschriftlich unterschreiben (waren da noch zu fünft) Als ich nach einigen Unterschriften irgendwann auch mal den Text durchgelesen habe, in dem beschrieben war was wir das Jahr über eingeführt haben und worauf wir uns spezialisieren wollten und die üblichen Feiertagswünsche, musste ich entdecken dass Videoanalyse “Viedeoanalyse” geschrieben war. Nach einer Schrecksekunde hat Miriam gesagt, dass wir das besser für uns behalten, weil Markus sonst einen Anfall bekommt und schließlich war es der 21. Dezember und des Zeuch musste raus. Irgendwann nach den Feiertagen kam es doch raus und wir sind alle etwas errötet.

Vor ca. zwei Jahren haben sich dann Schuhtechnik und Orthopädietechnik zu einer Firma zusammengeschlossen. Wir haben angefangen unsere Corporate Identity zu verändern, bzw. aus der provisorischen die wir bisher hatten eine gemeinsame gscheite zu machen. Mein Chef Markus lernte einen englischen Grafiker kennen, Herr Wilson, der uns ein neues Logo in einem frischen orange brachte (vorher standartblau), eine Schriftart festlegte und Zeitungsanzeigen, Briefköpfe und Flyer designte. Ich war da eng mit einbezogen habe Entwürfe und Bilder gemacht, und mit Grafiker und Druckereien gemailt.

Im Sommer hatten wir drei Tage der offenen Tür je zu einem anderen Thema und wieder wurden Serienbriefe verfasst in denen wir alle Einluden und über den Zusammenschluss informierten. Der Textentwurf von Markus wurde von uns Korrektur gelesen zusätzlich von seiner Frau und der Sonja aus der Buchhaltung und nach ein paar eingefügten Kommas, haben wir wirklich nichts mehr finden können. Die Briefe wurden gedruckt und verschickt. Drei Tage später wurde uns von Patienten vereinzelt zurückgemeldet das wir einen Fehler im Logo haben, zeitgleich fanden auch wir heraus, dass im Logo Schuhtechnik ohne “h” stand. Auch in der ersten Zeitungsanzeige leuchtete in gelborange das Logo ohne “h”. Die Sache wurde korrigiert, es stellte sich heraus, das Wilson den Entwurf und nicht den Korrekturabzug vom an die Druckerei geschickt hatte. Als uns das Logo das erste Mal gezeigt wurde haben wir den Korrekturabzug beurteilt und fanden ihn gut. Der Fehler fiel dann im Brief nicht mehr auf, da wir im Text fieberhaft nach Fehlern gesucht haben.
Um unsere Laufanalyse besser bewerben zu können, wollten wir Flyer Den Entwurf hab ich gemacht, das finetuning unser Grafiker Wilson. Es wurde ein zweimal gefaltetes, dreiteiliges Dina4 Blatt, mit dem Slogan “Ihre Füße unsere Technik – ein perfektes Paar” auf einem drittel ist das Photo einer Fußsohle zu sehen. Herr Wilson hat den Fuß von seiner Frau genommen, da er grad keinen anderen da hatte. Auf anderen Bildern mime ich einen interessierten Patienten, und alle haben dann gefragt ob dies auch mein Fuß sei, woraufhin ich immer erklären musste, dass das der Fuß von der Frau des Grafikers ist.

2005 wurde die Filiale in Starnberg eröffnet, für die Wilson Visitenkarten gebastelt hat, die gingen in den Druck und da wir wieder kurz vor Weihnachten waren, haben wir Schreibtischunterlagen, und Wandkalender mit unserem Logo und den Beiden Geschäftsadressen drucken lassen, um an Kliniken und Ärzte zu verschenken. Wenn man die inzwischen entstandenen Drucksachen (Ladenschild, T-shirt, Flyer, Visitenkarten….) wird klar das da zu Anfang jemand versäumt hat den Farbton konkret festzulegen, bzw. die Werte auch weiter zu geben.

Hansi der in Starnberg jeden kennt, und unsere Anzeigenrechnungen nur schimpfend auf die Seite legt, bekam Anfang diesen Jahres von einem Bekannten bei der Starnberger Zeitung ein günstiges Angebot, da die noch kurzfristig Platz hatten. Ich habe ihm Logos geschickt, und Hansi hat den Text den der Starnberger entworfen hatte umgearbeitet. Markus sollte davon nicht mitbekommen, weil bei ihm solche Sachen zu lange dauern, und er die Korrekturabzüge auch noch ändert. Als Markus die Mail entdeckte, aus der die Kurzfristigkeit nicht hervor ging, musste ich ihm den Anzeigenentwurf ausdrucken und er hat sich 20 min. hingesetzt und alles geändert. Zu dieser Zeit war schon längst Anzeigenschluss, und das Ding im Druck. Hab mich nicht getraut etwas zu sagen. Später kam heraus, dass die Öffnungszeiten nicht ganz korrekt waren.

Erst vor zwei Wochen als ich gerade dabei war einen Abholschein zu basteln und die Kollegin aus Starnberg zu besuch war kam dann heraus das auf einigen Druckerzeugnissen (Visitenkarten, den längst verteilten Kalendern und Schreibtischunterlagen) die Starnberger Postleitzahl falsch ist.

Inzwischen arbeitet ein anderer Grafiker für uns (Herr Sütterlin *g*) an der klare Schlichtheit die wir von Wilson gewohnt sind wird nun gerüttelt, was vielleicht für unsere Zielgruppe hübsch ist, mir aber weniger gefällt. Sütterlin entwarf ein paar neue Anzeigen der neue Slogan „Wir haben ihre Füße im Visier“ naja. Das schlimmste ist ein aufrecht stehender Fuß, der mit aufskizziertem Gesicht glücklicht lacht, und auf schwarzen Strich-Beinen steht (grausam..) Für das Bild des Fußes, so schreibt Sütterlin, habe er es sich erlaubt, der den Fuß seiner Frau zu nehmen, da ihm dieser ästhetischer erschien. Wenigstens die Tradition der Grafiker-Fauen-Füße wird fortgesetzt.

Als nächstes Projekt, sind wir an einem kleinen Kino-Werbefilm interessiert. Bin gespannt.

(mein Urlaub ist inzwischen vorbei,hat etwas gedauert hier zum Ende zu kommen, lass das oben aber trotzdem stehen)

Zahlen lügen nicht ?

Saturday, March 11th, 2006

TZ
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BILD
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Schnee

Sunday, March 5th, 2006

Rechtzeitig am Freitag Abend haben wir München verlassen, und konnten nur im Radio verfolgen wie S-Bahn, Bus und Tram zusammen gebrochen sind. Die Rückfahrt heute war erstaunlich staufrei, aber meine Heimatstadt sieht irgendwie verändert aus.

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