Archiv für Kategorie 'Mal nicht daheim'

Deutschland aus der Sicht von Amerikanern

Monday, February 20th, 2012

Da ich gerade für drei Wochen auf Dienstreise in den USA (Malvern, PA, USA) bin kann ich mir gut vorstellen das sich die Amerikaner ganz schön komisch vorkommen wenn sie nach Deutschland kommen.
Auf Grund des Zeitmangels beim Schreiben, gibt es noch keine Bilder. Aber ich glaube ich werde, wenn ich wieder in Deutschland bin, einen Schwung Bilder in die Gallery laden und dafür einen eigenen Post nachreichen.
(more…)

Indien – Tag 6

Sunday, April 10th, 2011

Am zweiten Tag der Hochzeit ging es schon recht früh los… was uns allerdings keiner erzählt hat. Dadurch haben wir die erste Zeremonie bei der das Brautpaar mit Tumeric (Kurkuma) Pulver eingerieben wird. Deshalb habe ich davon keine Bilder sondern kann nur auf die offiziellen Hochzeitsbilder verweisen.

Die erste Zeremonie an der wir an diesem Tag teil genommen haben war auch gleich der Hauptteil der Hochzeit, was uns allerdings zu Beginn nicht so ganz klar war. Es ging auch recht harmlos ohne Braut und Bräutigam los. Am Anfang saßen lediglich der Bruder der Braut mit seiner Frau und der Bruder des Bräutigams und seine Frau zusammen mit dem Priester zusammen am Boden unter einem mit Blumen geschmückten Pavillon.
Dort wurden dann verschiedene Sachen (Wie eine Kokosnuss, eine Banane, Räucherstäbchen, Blumen,…) in die Hand genommen und dann in einer kreisförmigen Bewegung übereinander gedreht. Für nicht einheimische alles etwas undurchsichtig… Irgendwann kam dann der Bräutigam dazu, hielt sich aber noch im Hintergrund bis die bereits sitzenden fertig waren.

Kurz danach zog die Braut aus einer anderen Ecke ein, die sich dann zusammen mit dem Bräutigam auf den Boden setzte und eine (für uns zumindest) ähnliche Zeremonie vollzog.

Danach setzten sie sich jedoch gegenüber auf Stühle und dürften sich gegenseitig die Hände geben und irgendwas in die Hand nehmen und wurden zusammen gebunden.

Als nächstes dürfte erst der Bräutigam der Braut eine Halskette umlegen und danach die Braut dem Bräutigam. Nach einer kurzen Foto-Session gab es das gleiche noch einmal mit Blumen Ketten.

Es ist anscheinend von Region zu Region unterschiedlich wie so eine Hochzeit abläuft. Bei den einen ist man verheiratet wenn man zusammen sieben Runden um ein Feuer gedreht hat, hier war es eben so, dass sich Braut und Bräutigam gegenseitig Ketten um den Hals gelegt haben.

Als Abschluss dürften sich die beiden wieder gegenüber setzen, sich wieder die Hände geben. Danach dürfte ihnen die gesamte Hochzeitsgesellschaft zum Beglückwünschen Reis auf den Kopf werfen und Kokosmilch über die Hände schütten (und sich natürlich dabei Fotografieren lassen).

Für weitere Bilder zog das Brautpaar zusammen zur Hauptbühne und lies sich dort fotografieren.

Nachdem sich das Brautpaar ein weiteres Mal umgezogen hat ging es auf der Hauptbühne weiter mit einem weiteren Blumen-Kränze um den Hals legen und sich zusammen mit allen Gästen fotografieren lassen.


Während sich das Brautpaar also von alle Beglückwünschen und mit allen Fotografieren lies und die Hochzeitsgeschenke in Empfang nahm, gab es für die bereits fertigen Gäste mal wieder was zu Essen.

Ich hoffe ich habe alles richtig und in der richtigen Reihenfolge wiedergegeben. Es fällt mir langsam schwer mich an alle Details zu erinnern, weshalb ich mich gelegentlich eher anhand der Fotos orientieren muss was wann passiert ist.

Nach dem Essen haben wir uns noch kurz verabschiedet (was schwer genug war, da das Brautpaar ja noch mit dem entgegennehmen der Glückwünsche beschäftigt war) und für uns ging es mit einem Auto quer durch die Pampa weiter nach Hampi, wo wir am Abend in unserem reservierten Guesthouse ankamen.

Auch zu diesem Tag gibt es wieder mehr Bilder in der Gallery.

Indien – Tag 5

Sunday, April 3rd, 2011

Nachdem wir die Fahrt mit dem Nachtzug in der 3AC Klasse (d.h. in den Sitz-Abschnitten gibt es 3 Liegeflächen übereinander. Das Mittlere ist anfangs noch nach unten geklappt und dient als Rückenlehne der auf dem unteren Teil sitzenden, kann dann aber bei Bedarf hoch geklappt und eingehängt werden. Außerdem gibt es eine Klimaanlage, weshalb die Fenster zu sind und es unter Umständen recht “frisch” ist.) gut überstanden hatten, haben wir uns mit den anderen Reisenden und dem Bruder unserer Kollegin beim Frühstück getroffen.

Der Bruder lebt seit 10 Jahren in den USA und sieht Indien deshalb mit etwas anderen Augen als die anderen Inder. Eine seiner ersten Fragen war “Habt ihr Klopapier in eurem Zimmer?”. Hatten wir, woraufhin er sich beschwert hat, dass er keines hat und die Hotel-Leute ihm sicher keines gegeben haben weil er eben nach Inder aussieht und deshalb sicher keines braucht… Es hat schon seine Gründe warum die Inder beim Essen nur die rechte Hand verwenden und die Linke unterm Tisch lassen…

Nach dem Frühstück haben wir dann kurz den Bahnhof aufgesucht um unsere Tickets von Hampi nach Bangalore zu kaufen. Das Kaufen von Tickets ist auch etwas anders als bei uns. Dort gibt es ein Formular auf dem man viele Felder auszufüllen hat. Da wir aber genügend Einheimische dabei hatten konnten sie uns schnell erklären was wir wohin zu schreiben haben. Auf jeden Fall sollte man eintragen wer (Namen sind dabei jedoch Schall und Rauch, da maximal 15 Zeichen für Vor- und Nachname zusammen zur Verfügung stehen), welches Geschlecht, wie alt die Reisenden sind und von wo nach wo man fahren möchte (Bahnhofsnamen, nicht Ortsnamen… und natürlich muss man auch vom einem zum anderen Bahnhof kommen, mit dem selben Zug). Wenn das alles ausgefüllt ist kann man sich beim Schalter anstellen und dort kann man dann erfragen in welcher Klasse und an welchem Tag noch was frei ist. Das muss man dann selbst wieder in das Formular eintragen und am Ende unterschreiben, bezahlen und dann bekommt man sein Ticket. Spezial Sachen wie Tourist-Quota oder Tatkal hingegen muss man dem Bahn-Mitarbeiter einfach sagen, dafür gibt es nichts auf dem Formular… Haben dann auch raus gefunden warum das mit dem Namen total Wurst ist, denn auf dem Ticket steht später zu den Reisenden nur das Alter und das Geschlecht… aber trotzdem sind die Tickets natürlich nicht übertragbar…

Dann ging es noch zu ein paar Banken um etwas Geld abzuheben. Geldautomaten funktionieren auch etwas anders als bei uns. Bei uns muss man Auswählen das man Geld haben will, die Karte in den Automaten geben, Pin eingeben, Betrag eingeben, bekommt die Karte wieder und dann das Geld. In Indien muss man die Karte in den Automaten schieben und wieder raus nehmen, sonst meckert der Automat das die Karte nicht lesbar ist. Der Hinweis das es so zu machen ist steht aber leider nirgends, es steht nur da “Insert Card”. Es hat also etwas länger gedauert bis wir eine Bank gefunden haben deren Automaten so tolerant waren das sie auch bei “Fehlbedienung” Geld ohne Fehlermeldung ausgegeben haben.

Eine Frechheit ist das meine tolle Bank in die Konditionen schreibt das das Abheben an indischen Geldautomaten entweder 4,75€ oder 3,5% des Abhebe-Betrags kostet, denn leider kann man an indischen Geldautomaten nicht mehr als 10000Rs mit einem Mal abheben. D.h. jedes Geld abheben kostet ~5€…

Nachdem wir mit Bahn Tickets und Geld versorgt waren, sind wir in das Haus gefahren in dem unsere Kollegin übernachtet hat (Sie musste vor ihrer Hochzeit aus dem Haus ihrer Familie ausziehen, als Teil der Hochzeit). Nach ein bisschen Austausch wie es uns bisher in Indien so ergangen ist und dann ging es auch schon wieder für uns zum Mittagessen und für sie zum Vorbereiten für den ersten Teil der Hochzeit.

(more…)

Indien – Tag 4

Sunday, April 3rd, 2011

Irgendwie ist die Beschreibung zu Tag 4 etwas länger geworden… muss wohl am schönen Wetter liegen. Am Balkon in der Sonne zu sitzen macht halt doch irgendwie mehr Urlaubsstimmung als abends alleine vorm Rechner… deswegen geht es irgendwann auf Seite 2 weiter…

An Tag 4 gab es den ersten Ausfall. Danilo hat sich der Nahrungsaufnahme verweigert und uns nur bis zur Apotheke begleitet.

Dabei haben wir festgestellt, dass indische Apotheken etwas anders sind als die in Deutschland. Hier sind es ja immer große Räume mit großen Schänken in denen in sehr tiefen Schubkästen die ganzen Medikamente in verschiedenen Packungsgrößen vorgehalten werden. Außerdem muss man entweder ein Rezept zeigen oder sehr viel Geld bezahlen.

In Indien sind Apotheken kleine Läden mit einem Tresen und einer überschaubaren Anzahl an Medikamenten. Man sagt einem netten Mann was für einen Wirkstoff man haben möchte bzw. welche Krankheit man hat und dann kommt er mit einer Klinik-Packung zurück und fragt wieviele Blister-Streifen man haben möchte. Hinten auf die Blister sind dann Wirkstoff und Preis gedruckt. Man sucht sich was aus, es wird entsprechend von der Großpackung abgeschnitten, zahlt und bekommt seine kleine Papiertüte mit den Medis. Der Preis unterscheidet sich doch deutlich von denen bei uns. Für das gleiche Anti-Durchfall-Medis und einen Streifen Antibiotika zahlt man bei uns ~45€, in Indien ca. 250 Rs (ca. 4,20€).

Kein Wunder das bei uns alle immer Jammern das das Gesundheitswesen so viel Geld verschlingt obwohl doch die Pflegekräfte von ihrem Gehalt kaum leben können…

(more…)