Lange Nacht der Wissenschaft – Teil 1

Gestern Abend/Nacht warn wir bei der “Langen Nacht der Wissenschaft”. Ein Event bei dem man sich eine Karte (7€ Schüler/Studenten, 10€ Normal, 9€ für Siemens Mitarbeiter ;-) ) kauft und dann die ganze Nacht (17:00-1:00 Uhr) in Erlangen, Fürth und Nürnberg “wissenschaftliche Sachen” anschauen kann.

Hörte sich eigentlich ganz interessant an und war es auch teilweise. Mit der Zwischen den einzelnen Stationen fuhren Shuttle-Busse die laut Plan alle 10 Minuten hätten fahren sollen womit man relativ zügig von der einen zur anderen Station kommen sollte.

Wir haben uns erstmal das Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, das hier direkt in der Nachbarschaft ist, angeschaut. Es war ganz interessant zu erfahren was die Döner-Händler der Region so an ihre Spieße packen (z.B. recht viel Hack, Schweinefleisch oder Pute) obwohl ich bisher davon ausgegangen bin, dass ein Döner aus Lamm- oder Kalbsfleisch ist (Zumindest wenn nichts anderes angegeben ist). Das nicht jeder Hersteller von Fleischwaren glücklich ist, wenn er auf sein Produkt “Fleischzubereitung nach Schnitzel Art geformt” schreiben muss, ist soweit schon klar. Ich fände es aber denen gegenüber fair, die wirklich Schnitzel verkaufen.

Danach haben wir uns an die Bushaltestelle begeben und erstmal 25 Minuten gewartet bis der nächste überfüllte Bus an gerollt kam um uns nach Tennenlohe zu bringen.

Beim Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS dürften wir uns durch schlecht ausgeleuchtete Gänge drücken und konnte wir uns dann ein 3D HD Bild anschauen, bei dem man leider ein leichtes Geisterbild gesehen hat (d.h. das linke Auge hat teilweise die Informationen die für das rechte Auge bestimmt waren gesehen). Außerdem gab es ein Satellitenradio zu bewundern. Ich würde mich ja nicht trauen von etwas komplett neuem zu reden wenn es eigentlich nur eine neue Version von dem ist was es in Amerika schon Jahrelang gibt. Es gab auch noch eine Software die mit Hilfe von WLAN die aktuelle Position bestimmt. Tolle Sache. Es sucht einfach alle in der Umgebung verfügbaren WLANs, schaut dann in der Datenbank nach an welcher Position die gefundenen MAC-Adressen waren und sagt einem dann wo man sich wohl gerade befindet. Aber wenn man sich anschaut wie häufig Navis von Straßen nichts wissen, weiß ich nicht wie die Liste der wohl wesentlich häufiger ändernden WLANs aktuell halten wollen. Was wirklich gut war war die Software die Personen anhand ihrer Gesichter erkannt hat und zuordnen konnte wie glücklich, sauer und alt die Person ist. Mein alter schwankte laut Sofware zwischen 14(+-4) und und 60(+-10) Jahren.

Danach wollten wir zum Bäck, aber die haben es nicht mal für nötig gehalten den Weg zum Betriebsgelände von der Bushaltestelle aus zu beleuchten oder beschildern. Als wir dann doch noch einen Eingang gefunden haben war da eine seeeehr lange Schlange mit Menschen in Wegwerfkitteln und Mützen. Um die Kittel zu bekommen musste man sich aber nochmal anstellen. Vorne an der Schlange war eine Frau die ständig gesagt hat das man, wenn man keine Garderobe abzugeben hat, auch direkt zu Ihr kommen kann. Als ich sie dann gefragt habe ob ich vielleicht gleich so einen Kittel haben kann hat sie gemeint “Nein, sie müssen sich genau so hinten anstellen wie die anderen auch.” Habe den Sinn des “hinten anstellen um sich dann an der Menge der Leute vorbei zu drücken die ihre Jacken abgeben wollten” nur um wieder bei der Frau raus zu kommen neben der ich schon stand nicht verstanden, weshalb wir wieder zurück zur Bushaltestelle gegangen sind. Der Bäck mit seinem Industriebrot war mir noch nie wirklich Sympatisch aber gestern haben Sie es sich dann endgültig verscherzt.

Danach ging es weiter auf der Erlangen-Süd-Tour bis zur Technischen Fakultät wo wir dann in die Route Erlangen Mitte umgestiegen sind. Das Umsteigen war leider etwas verplant, weil die Betreiber der Shuttlebusse es nicht für nötig gehalten haben ihre Busse irgendwie so zu kennzeichnen, dass man hätte erkennen können zu welcher Tour er gehört und welche Haltestellen er anfährt.

An dieser Stelle eine kurze Unterbrechung der Geschichte. In Teil 2 geht es weiter, aber jetzt darf ich erstmal zum Bäcker eilen um noch Brot für das heutige Grillen zu besorgen.

Nachtrag:
War doch ein super Timing. Um 16:58 Uhr zum Bäcker und das letzte Baguette bekommen. Zusammen mit der französischen Entenleberpastete eine sehr gelungen Vorspeise.
Baguette beim Bäcker

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