Vorratsdatenspeicherung

Nachdem sich ja einige der leute (eigentlich nils und quality) die ich täglich lese jetzt damit beschäftigen (ok, es ist noch nicht ganz so schlimm wie mit dem kinder schokoladen heini [der übrigends schon vor ca. einem halben jahr++ ein interview im magazin von der sz gegeben hat. damals wars interessant aber heute...]) gebe ich halt auch auch mal meinen senf dazu ab.

Kurz zusammengefasst: Ich finde es scheiße. (hört sich wieder a weng nach destruktiver kritik an, was ich ja auch net haben kann. Deswegen gehts hier ja auch noch weiter.)

Ausführlicher: Es bringt der sicherheit nichts den ganzen rotz zu speichern. (Der industrie die überwachungssysteme und speichermedien herstellt bringt es natürlich schon was…)

Noch ausführlicher:

  • Die gesammelten daten müssen irgendwo gespeichert werden und zwar, soweit es derzeit zur diskussion steht, beim provider. Der provider muss dazu die technischen geräte anschaffen und die muss irgendwer bezahlen, also ich, der kunde der auf die dienste des providers angewiesen ist um weiter bloggen zu können.
  • Die daten müssen ausgewertet werden. Wenn ich mir die planlosigkeit der polizei bei rechner systemen anschaue (kenne da ein paar beispiele bei studenten deren rechner nicht beschlagnamt wurde weil sie linux drauf hatten und die polizei damit absolut nichts anfangen konnte) dann freu ich mich schon drauf wenn ein polizist die daten, die sich an meinen standard 12h internet tagen ansammeln, auswerten darf. Viel spaß beim nicht offensichtliche querverbindungen herstellen…
  • Die jenigen die illegale sachen machen wollen, nehmen eine verschlüsselte verbindung (vpn einrichten per OpenVPN dauert ca. 5 minuten) und können damit auch nimmer abgehört werden… bzw. die daten können sie zwar abhören aber nicht mehr was da jetzt unverschlüsselt übertragen wurde :) … Natürlich könnte man jetzt einfach verschlüsselte verbindungen verbieten (das gibts afaik sogar schon in demokratien) bzw. einen generalschlüssel fordern. Aber welcher kriminelle gibt schon freiwillig seinen schlüssel her? Und selbst wenn er es macht (z.b. um nicht aufzufallen), checkt dann jemand ob die daten die durch die verschlüsselte verbindung laufen nicht auch nochmal verschlüsselt wurden? ;)
  • Somit bleiben eigentlich nurnoch die zufalls treffer wo sich jemand besonders dumm angestellt hat bzw. die “kleinen fische”, die man halt findet wenn man alles überwacht. Aber dafür ist die ganze sache wohl ein bisschen zu teuer. [Genau so wie in der S-Bahn, wo es dann halt die touristen trifft, die das preissystem nicht geblickt haben (MVV: ringe, zonen, kurzstrecke??)] Aber terroristen findet man damit mit an sicherheit grenzender wahrscheinlichkeit nicht.

Soweit mein senf dazu… wenn jemand auch eine eigene meinung dazu hat, kann er sie gerne in den kommentaren kund tun. Freue mich doch immer wenn ich sehe wer hier alles liest…

3 Kommentare zu “Vorratsdatenspeicherung”

  1. Nils Hitze schreibt:

    Finde ich gut, je mehr man darüber diskutiert, umso mehr Möglichkeiten und Details tauchen auf, die die ganze Idee in einem anderen Licht erscheinen lassen. Hoffen wir das Politiker auch Blogs lesen.

  2. Manu schreibt:

    http://www.stop1984.de

    Nuff said

  3. Administrator schreibt:

    @nils: “Hoffen wir das Politiker auch Blogs lesen.” glaube das hängt vom gerade vorherschenden hype ab. während der wahl haben sie ja selbst geschrieben aber ob sie sich da jetzt noch dran erinnern können…

    @manu: hübscher link… aber eigentlich müsstest du in deinem blog ebenfalls einen kommentar dazu schreiben und dann auf alle vorhergehenden trackbacken ;) . sonst kommt doch hier kein syndicate zusammen.

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